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Anti-Atom Kreis Nienburg blickt zurück auf ein ereignisreiches Jahr

 

Nienburg / Stolzenau. Am 11.März 2011 erschütterte ein folgenschweres Erdbeben Japan und löste die Nuklearkatastrophe von Fukushima aus. Damit sollte nach Meinung vom Nienburger Anti- Atom Kreis auch dem letzten Zweifler klar sein, dass Atomenergie ein nicht beherrschbarer Irrweg ist. Weltweit fordern besorgte Menschen seitdem die sofortige Abschaltung aller Atomanlagen. So auch im Kreis Nienburg. Die erste große Demonstration in Nienburg mit rund 500 Teilnehmern war nur der Anfang. Seit einem Jahr fanden in Nienburg und Stolzenau jeden Montag Anti-Atom Mahnwachen und Demonstrationen statt. Aus der Mahnwache Stolzenau entwickelte sich der "Runde Tisch Energiewende" und aus der Mahnwache Nienburg das kreisweite Bündnis "Anti-Atom Kreis Nienburg“. Diese arbeiten eng zusammen und sind mit weiteren Anti Atombewegungen und Umweltverbänden sowie atomkritischen Parteien vernetzt. Es fanden gemeinsame Anti-Atom-Aktionen statt. Neben der bundesweiten Stilllegung von sieben vor 1980 gebauten Kernkraftwerken gibt es auch auch regionale Erfolge zu vermelden: In Stolzenau erreichten die Atomkraftgegner, dass die Gemeinde Stolzenau in diesem Jahr zu einem atomstromfreien Stromanbieter wechselt. Außerdem wurde das Zwischenlager für radioaktive Abfälle in Leese besucht. (Die Harke berichtete) Damit erreichten die Atomkraftgegner, dass die Existenz dieses Lagers in der Öffentlichkeit bekannt wurde. Immerhin wurde jetzt ein Firmenhinweis im Gewerbegebiet Oehmer Feld angebracht, heißt es in einer Pressemitteilung vom Anti-Atom Kreis Nienburg. Ziel des Nienburger Anti-Atom Bündnis ist es die Abschaltung des ca.70 km entfernten AKW Grohnde zu erreichen. Wenn in diesem Kernkraftwerk ein größerer Atomunfall passieren würde, wäre auch der Landkreis Nienburg betroffen. Fragen zu Evakuierungsmaßnahmen wurden dem Landrat gestellt. Die Antworten stehen noch aus. Außerdem arbeiten die Nienburger in der Regionalkonferenz Grohnde mit, und waren auch auf der Demonstration im vergangenen Herbst direkt vor dem AKW dabei. Am Jahrestag der Nuklearkatastrophe von Fukushima waren die Kreis Nienburger bei der großen Demonstration in Hannover. Unter dem Motto. „ Fukushima heißt: Grohnde abschalten“ forderten rund 7000 Teilnehmer auf dem Opernplatz insbesondere die sofortige Abschaltung des AKW Grohnde. Insgesamt blickt der Anti-Atom Kreis Nienburg auf ein aktionsreiches Jahr zurück. In Zukunft finden die Mahnwachen 2 mal im Monat statt. In Nienburg am ersten Montag und in Stolzenau am dritten Montag im Monat. Die Nienburger Mahnwache findet am Bürgermeister-Stahn- Wall / Ecke Lange Straße um 18:00 Uhr statt. Im Anschluss trifft sich dann der Anti-Atom Kreis zum offenen Stammtisch ab 19:00 im Kulturwerk. Der nächste Termin ist somit der 2. April. Die Stolzenauer Mahnwache findet um 18:45 Uhr an der Normaluhr statt. Im Anschluss trifft sich der „Runde Tisch Energiewende“ ab 19:00 in der Pizzeria Roma. Der nächste Termin ist der 16.April. Als nächste gemeinsame Veranstaltung plant das Bündnis am Jahrestag der Tschernobylkatastrophe am 26.April ab 19:00 Uhr im Nienburger Naturfreundehaus den Film „Die Wolke“ von Gudrun Pausewang zu zeigen.

Das Foto zeigt einen Teil des Anti-Atom Kreis Nienburg vor der Abfahrt nach Hannover

 


 

DIE LINKE unterstützt: Kreis-Nienburger fahren morgen zur Anti-Atom-Demo

Nienburg. Der Info Stand vom Anti-Atom-Kreis am vergangenen Samstag auf dem Nienburger Rathausplatz war nach Angaben der Veranstalter ein voller Erfolg. Mit der Wanderausstellung "Countdown 2021" und (teilweise) entnadelten Tannenbäumen hatten die Atomkraftgegner auf die Gefahren einer weiteren Nutzung dieser nach ihrer Ansicht unverantwortlichen Energie hingewiesen.
Unter anderen lag ein Brief an den Nienburger Landrat Detlev Kohlmeier mit Fragen zum Katastrophenschutz aus. In diesem werden kritische Fragen gestellt, was im Falle eine (durchaus denkbaren) Nuklearkatastrophe im nur 70 km von Nienburg entfernten AKW Grohnde zu tun ist. Mitgebracht als Diskussionsgrundlage, wurde der Brief von über dreißig Interessierten spontan vor Ort mit Adresse und Unterschrift versehen. Diese Exemplare wurden direkt im Anschluss dem Kreishaus zugestellt.
Insbesondere sollte zum Fukushima Jahrestag am kommenden Sonntag, 11. März für die Demonstration und Kundgebung ab 13 Uhr in Hannover auf dem Opernplatz mobilisiert werden.
Dieses ist nach eigenen Angaben gelungen. Es haben sich viele Menschen bereiterklärt, mit nach Hannover zu fahren. Die (Kreis)-Nienburger treffen sich an diesem Tag um 11:45 Uhr vor dem Bahnhof, um gemeinsam mit dem Niedersachsen Ticket zur Demo unter dem Motto "AKW Grohnde abschalten"zu fahren.

 

DIE LINKE unterstützt: „5 vor 12“ Mahnwache gegen Atomenergie in Nienburg

Nienburg. Mit einer Mahnwache am selbsternannten Fukushima-Platz und anschließendem Spaziergang sind ca. 50 Atomkraftgegnerinnen und Atomkraftgegner am letzten Samstag dem Aufruf des Anti-Atom-Kreis Nienburg gefolgt, um der seit elf Monaten andauernde Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima zu erinnern und gleichzeitig gegen den Weiterbetrieb von neun Atomkraftwerken in Deutschland zu demonstrieren.

„Wir haben diesen Termin gewählt, weil die japanische Anti-Atom-Bewegung für diesen 11. Februar eine Großdemonstration in Tokio und weitere Proteste an AKW-Standorten plant“, erklärte Uwe Schmädeke vom Anti-Atom-Kreis Nienburg. „Ganz bewusst finden diese Proteste in Japan nicht am 11. März, sondern einen Monat früher statt, denn im März wird dort die Trauer um die Opfer des Tsunami im Mittelpunkt stehen und nicht die Atompolitik.“
Die Mahnwache sollte die Verbundenheit mit den Protesten in Japan zeigen und gleichzeitig die hiesige Bevölkerung daran erinnern, dass auch in Deutschland noch neun gefährliche Atomkraftwerke in Betrieb sind – die meisten davon noch für zehn Jahre. „Jeden Tag kann auch in einem deutschen AKW der Super-GAU eintreten“, so Schmädeke weiter. „Amerikanische Wissenschaftler hatten für Fukushima eine Evakuierung im Umkreis von 80 km vorgeschlagen. Legt man diesen Radius um das AKW Grohnde, wären 5,2 Mio. Menschen, auch Nienburger und Stolzenauer betroffen. Es ist 5 vor 12! Fukushima heißt: Grohnde abschalten!“
Wolfgang Kopf, seit über 20 Jahren in der Tschernobyl-Bewegung aktiv, berichtete anschließend von dem Unglück in Tschernobyl vor fast 26 Jahren und den Folgen, die Japan noch bevor stehen. „Nach Hiroshima, Nagasaki, nach Harrisburg, Tschernobyl und Fukushima gilt, wenn die Menschheit überleben will, eine dreifache Lehre: neben der Solidarität mit den Opfern und den Einsatz regenerativer Energien muss die Ächtung aller Atomwaffen und Atomkraftwerke treten!“ mahnte Kopf und lud zum gemeinsamen Spaziergang durch die Innenstadt bis zur Madonna von Tschernobyl ein. Hier fand Frank-Peter Schultz, Pastor der Kreuzkirchengemeinde, mit seinem Beitrag über die Erinnerung der überlebenden Opfer und den abschließenden Worten „Lasst uns offen und bewusst mit der Vergangenheit auseinandersetzen und die Konsequenzen für Gegenwart und Zukunft ziehen!“ ein passendes Ende für die Mahnwache.
In bundesweit über 150 Orten gab es ähnliche Aktionen unter dem Motto „Fukushima ist überall – AKWs jetzt abschalten“. Hiermit will die Anti-Atom-Bewegung auch auf die nächsten großen Demonstrationen hinweisen: Umweltverbände und örtliche Bürgerinitiativen rufen dazu auf, am Sonntag, den 11. März an sechs Atom-Standorten bundesweit auf die Straße zu gehen: an den Atomkraftwerken in Brokdorf, Gundremmingen und Neckarwestheim, der Urananreicherungsanlage Gronau, in Hannover und mit einer 77 Kilometer langen Lichterkette von Braunschweig über das marode Atommüll-Lager Asse bis zum Schacht Konrad in Salzgitter.






 

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