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Leerstand statt bezahlbarem Wohnraum – Wir fordern eine sozial gerechte Wohnungspolitik!

Torben Franz und Celsy Dehnert

Nienburg, 1. Februar 2025 – Heute haben Mitglieder der Linken Nienburg/Weser mit einer Spaziertour durch die Innenstadt auf das drängende Problem des Leerstands von Wohn- und Gewerbeimmobilien aufmerksam gemacht. Insbesondere wurde auf die zahlreichen leerstehenden Gebäude in der Stadt hingewiesen, die – anstatt Menschen Wohnraum zu bieten – oftmals aus reiner Profitgier nicht genutzt werden.

„Während viele Menschen verzweifelt nach bezahlbarem Wohnraum suchen, stehen in unserer Stadt immer noch zahlreiche Immobilien leer. Das ist ein Skandal“, so Anne-Mieke Bremer, Direktkandidatin der Linken im Wahlkreis 40. „Besonders erschreckend ist der jahrelange Leerstand in der Langen Straße 31-33, wo seit Jahren 42 günstige Wohneinheiten leer stehen, weil sich die Politik nicht auf das Projekt ‘Wissensburg’ einigen konnte. Hier hätten Menschen schon lange zu bezahlbaren Preisen wohnen können oder ein sozial nachhaltiges Projekt nach dem ‘Housing First’-Ansatz hätte umgesetzt werden können.“

Die Aktion war ein klares Signal gegen die Politik der Spekulation und für eine gerechte, solidarische Wohnungspolitik. Mit auffälligen Slogans markierten die Aktivistinnen und Aktivisten der Linken die leerstehenden Gebäude in der Innenstadt, um auf das Problem der steigenden Mieten und den immer weiter wachsenden Leerstand aufmerksam zu machen.

„Es kann nicht sein, dass Gebäude leer stehen, während Menschen verzweifelt nach einem Zuhause suchen!“, erklärt Torben Franz, Vorsitzender des Kreisverbandes Nienburg und Sozialarbeiter in der Wohnungsnotfallhilfe. „Wir brauchen dringend eine Politik, die den Wohnungsmarkt nicht den Profiten überlässt, sondern den Menschen in den Mittelpunkt stellt.“

Die Linke fordert daher konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung des Leerstands und der Mietenexplosion:

· Wohnraum ist kein Spekulationsobjekt! Leerstand muss konsequent erfasst und genutzt werden. Die Linke fordert ein Verbot von spekulativem Leerstand.

· Mieten runter statt Profite hoch! Es braucht eine Wohnungsbauoffensive für Sozialwohnungen!

· Mehr Räume für Gemeinschaft! Kultur, Bildung und soziale Projekte brauchen Platz – Leerstände müssen für solche Projekte nutzbar gemacht werden.

Ein weiterer zentraler Punkt der Forderungen ist die Deckelung der Mieten, sowohl für Wohnungen als auch für Gewerbeimmobilien. Darüber hinaus fordert die Linke einen Kommunalisierungsfonds, der die Kommunen bei der Übernahme des Leerstandes in die öffentliche Hand unterstützen soll. So könnten leerstehende Immobilien in lebendige Begegnungsplätze oder in dringend benötigte Wohnungen umgewandelt werden.

„Es ist Zeit, dass Politik endlich handelt. Leerstände gehören nicht in die Hände von Spekulanten, sondern müssen der Gemeinschaft zugutekommen“, so Bremer weiter. „Deshalb kämpft die Linke für eine Stadt, die für alle da ist – nicht nur für die, die sich die hohen Mieten leisten können.“

Mit dieser Aktion setzt die Linke Nienburg ein starkes Zeichen für eine solidarische und gerechte Stadtpolitik, die den Bedürfnissen der Menschen gerecht wird.

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