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Spielplatzabbau ist die falsche Entscheidung – mehr statt weniger Gemeinschaftsflächen

Kreisvorstand

„Wer Spielplätze abbaut und als Wiesen vorhalten will, statt sie zu Gemeinschaftsflächen umzuwidmen und umzugestalten, kapituliert vor der gesellschaftlichen Zersetzung und zunehmenden Individualisierung“, stellt Celsy Dehnert, Spitzenkandidatin für den Stadtrat in Nienburg Nord für die Linke fest.

Spielplatzabbau ist die falsche Entscheidung – mehr statt weniger Gemeinschaftsflächen

„Wer Spielplätze abbaut und als Wiesen vorhalten will, statt sie zu Gemeinschaftsflächen umzuwidmen und umzugestalten, kapituliert vor der gesellschaftlichen Zersetzung und zunehmenden Individualisierung“, stellt Celsy Dehnert, Spitzenkandidatin für den Stadtrat in Nienburg Nord für die Linke fest.

Welchen Stellenwert haben Kinder und Familien in unserer Stadt eigentlich? Eltern kritisieren den Zustand vieler Spielplätze – marode, veraltet oder dreckig. Die einzige Strategie der Stadtverwaltung: Abbau, Kürzungen, grüne Wiesen statt neuer Konzepte.

Deshalb hält der Kreisverband der Linken Nienburg eindeutig fest: Gemeinschaftsflächen und Spielplätze brachliegen zu lassen, kann nicht die Zukunft einer familienfreundlichen Stadt sein. „Es braucht gut gepflegte öffentliche Plätze, die für alle nutzbar sind. Alt und jung, Familie oder Single – Sitzplätze, Grillhütten und öffentlichen Trinkbrunnen sind genauso wichtig wie die Erhaltung und Modernisierung der Spielplätze.“ Erklärt Viktoria Kretschmer, Spitzenkandidatin für die Linke in Nienburg-Süd.

„Wir brauchen endlich einen langfristigen Plan für die Spielplätze und Gemeinschaftsflächen in Nienburg. Nicht immer nur reagieren, wenn ein Gerät kaputt ist, sondern vorausschauend planen und investieren. Stadtplanung, die Menschen in den Mittelpunkt stellt, schaut nach vorne und investiert in Lebensqualität, statt Mangel zu verwalten. Dafür müssen Mittel im Haushalt bereitgestellt werden, anstatt auf kostenpflichtige Schein-Alternativen wie das Wesavi zu verweisen".“ Ergänzt Clemens Berndt, ebenfalls Kandidat für den Stadtrat der Linken.

Spielplätze sind mehr als neue Rutschen, Schaukeln oder Klettergerüste. Ein moderner Spielplatz ist ein Ort der Begegnung, ein Ort, an dem die Fähigkeiten des eigenen Körpers ausprobiert werden, ein Ort, an dem Perspektiven erweitert und Freundschaften geschlossen werden. Nicht nur für Kinder. Im Idealfall sind Spielplätze der Zukunft Orte, an denen alle Altersgruppen sich an der frischen Luft aufhalten, betätigen, begegnen und entspannen können. 

„Grade die verwundbarsten Gruppen unserer Gesellschaft sind auf schattige und begrünte Orte angewiesen, um den Hitzewellen zu entgehen und Sie zu überleben. Angesichts von über 5.000 Todesopfern in der letzten Hitzewelle auf Schutzmaßnahmen verzichten zu wollen ist dabei ein Armutszeugnis.“ Erklärt Anne-Mieke Bremer, Abgeordnete der Linken und auch Kandidatin für den Stadtrat.

Wenn ein Spielplatz wenig genutzt wird, darf nicht einfach nur gezählt werden, wie viele Kinder dort auftauchen. Die Stadt nennt die Frequentierung als wichtiges Kriterium für die Entscheidung über neue Spielgeräte. Aber vielleicht ist ein Platz auch deshalb unattraktiv, weil er seit Jahren nicht vernünftig erneuert wurde. Vielleicht fehlen Angebote für bestimmte Altersgruppen. Vielleicht gibt es keinen Schatten oder der Platz ist schlecht erreichbar.

Statt Spielgeräte einfach abzuräumen, sollte die Stadt ihre Ressourcen nutzen, um alternative Konzepte für altersübergreifende Aufenthaltsräume zu schaffen. Genau dafür gibt es Stadtteilzentren und Sozialarbeitende im öffentlichen Dienst.

Celsy Dehnert ergänzt: „Für uns geht es bei der aktuellen Debatte um viel mehr als um einzelne Spielgeräte. Es geht darum, ob öffentliche Räume in unserer Stadt als Teil der kommunalen Daseinsvorsorge verstanden werden. Denn nicht nur Kinder, sondern wir alle brauchen Orte, an denen wir uns bewegen, Freunde treffen und unsere Umgebung als Grundlage für unsere Gemeinschaft begreifen können.“

Wir wollen deshalb eine Stadt, in der nicht nur zwei oder drei Vorzeige-Spielplätze gut funktionieren, sondern in der Kinder in allen Stadtteilen gute Möglichkeiten haben ihre Freizeit zu verbringen.

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