Zum 1.August steigen die Busfahrpreise im Landkreis Nienburg im Durchschnitt um sieben Prozent
Besonders kritisch sieht der Kreisverband die Begründung für die Änderungen. Dazu erklärt Serjoscha Bers (Kandidat für den Samtgemeinderat Hoya und Kreistag):
„Zu behaupten, das Tagesticket lohne sich künftig mehr, weil die Einzelfahrten teurer werden, und das dann auch noch als Verbesserung zu verkaufen, ist zynisch und grenzt an Verbrauchertäuschung.“
Zum 1.August steigen die Busfahrpreise im Landkreis Nienburg im Durchschnitt um sieben Prozent. Gleichzeitig wird das Gruppenticket abgeschafft. Für Die Linke Kreisverband Nienburg ist das ein falsches Signal – gerade für einen ländlich geprägten Landkreis wie unseren.
Viele Menschen sind auf den Bus angewiesen. Schülerinnen und Schüler, Auszubildende, Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit geringem Einkommen haben oft gar keine andere Möglichkeit, um zur Schule, zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkaufen zu kommen. Höhere Fahrpreise treffen deshalb genau die Menschen, die ohnehin schon jeden Euro zweimal umdrehen müssen. Mit der Abschaffung des Gruppentickets werden außerdem Familien, Vereine und Jugendgruppen zusätzlich belastet.
Besonders kritisch sieht der Kreisverband die Begründung für die Änderungen. Dazu erklärt Serjoscha Bers (Kandidat für den Samtgemeinderat Hoya und Kreistag):
„Zu behaupten, das Tagesticket lohne sich künftig mehr, weil die Einzelfahrten teurer werden, und das dann auch noch als Verbesserung zu verkaufen, ist zynisch und grenzt an Verbrauchertäuschung.“
Wer mehr Menschen für Bus und Bahn gewinnen will, erreicht das nicht mit höheren Preisen. Genauso wichtig ist ein Angebot, das im Alltag tatsächlich funktioniert. Noch immer gibt es im Landkreis Verbindungen, die unzureichend sind oder in den Ferien gar nicht erst angeboten werden. Wer beispielsweise von Wechold nach Hassel fahren möchte, merkt schnell, dass der ÖPNV vielerorts noch weit davon entfernt ist, eine echte Alternative zum Auto zu sein.
Die Linke Kreisverband Nienburg fordert deshalb eine andere Richtung. “Wir setzen uns weiterhin für ein 9-Euro-Ticket, sowohl bundesweit als auch kommunal ein. Weiterhin fordern wir ein kostenfreies Sozialticket für Schülerinnen und Schüler, Auszubildende, Studierende, Rentnerinnen und Rentner sowie Sozialleistungsempfänger*innen. Gerade in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten müssen die Menschen entlastet werden – nicht immer weiter belastet.” betont die Kreistagskandidatin Jessica Helmbold.
Der Landkreis braucht endlich einen Nahverkehr, der sich am Bedarf der Menschen orientiert und nicht an Sparzwängen. Bezahlbare Tickets allein reichen nicht aus. “Es braucht auch Busverbindungen, die zuverlässig fahren und die Menschen im gesamten Landkreis miteinander verbinden – auch außerhalb der Schulzeiten und in den Ferien. Nur so wird der öffentliche Nahverkehr zu einer echten Alternative und leistet einen Beitrag zu sozialer Gerechtigkeit und wirksamem Klimaschutz.” betont der Kreisvorsitzende Torben Franz.
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