Sternhaus: Schluss mit zuschauen – aktive Stadtplanung und Wohnpolitik statt Immobilienspekulation
„Denn für uns ist die Sache grundsätzlich: Wohnraum ist zum Wohnen da und kein Spekulationsobjekt.“
„Es darf nicht sein, dass einige Wenige Profite auf Kosten der Wohnqualität und Aufenthaltsräume der Vielen machen!“ erklärt Bürgermeisterkandidat Torben Franz
Seit Jahren gibt es Beschwerden über das Sternhaus am Berliner Ring. Und trotzdem sieht es dort noch immer nicht so aus, wie man es von einem Wohnhaus erwarten sollte: Müll und Verschmutzungen, kaputte Briefkästen, offene Decken, sichtbare Kabel und weitere Schäden. Dazu kommen Probleme mit dem Fahrstuhl. Bewohnerinnen und Bewohner berichten, dass er nicht zuverlässig auf allen Etagen funktioniert und sich Türen teilweise nur mit viel Kraft öffnen lassen. Dies ist nicht nur am Sternhaus ein Problem – in Nienburg braucht man nicht lange nach verfallenen Mobilien oder sogar verrottenden Leerstand suchen.
Für uns ist klar: So kann es nicht weitergehen.
„Es kann nicht sein, dass Menschen über Jahre mit solchen Zuständen leben müssen, während gleichzeitig die Mieten steigen. Wenn Eigentümer ihrer Verantwortung nicht nachkommen, darf die Stadt nicht einfach danebenstehen und zuschauen.
Wir brauchen in Nienburg eine Wohnungsbehörde, die genau hinschaut. Eine Stelle, an die sich Mieterinnen und Mieter wenden können, die Beschwerden ernst nimmt und bei gravierenden Mängeln auch kontrolliert, ob Eigentümer ihrer Verantwortung nachkommen. Und wenn Immobilien dauerhaft vernachlässigt werden, müssen die vorhandenen rechtlichen Möglichkeiten konsequent ausgeschöpft werden – bis hin zur Zwangsverwaltung oder, wo möglich, zum kommunalen Erwerb.“ Erklärt Torben Franz weiter.
„Denn für uns ist die Sache grundsätzlich: Wohnraum ist zum Wohnen da und kein Spekulationsobjekt.“
Künftig muss die Stadt proaktiv Immobilien und Boden strategisch erwerben, um gutes Wohnen zu schaffen. „Der Soziale Wohnungsbau in unserer Stadt liegt am Boden – es ist die Verantwortung der Stadt mit ihrem eigenen Konzern der GBN dort wieder massiv einzusteigen und bezahlbaren guten Wohnraum in der gesamten Stadt zu schaffen. Mit der GBN haben wir außerdem ein gutes Werkzeug in der Hand, um Zwangsverwaltungen umzusetzen.“
Die Stadt muss wieder mehr selbst in die Hand nehmen und kommunalen Wohnraum schaffen und sichern. Nur so können wir langfristig Einfluss auf Mieten, Wohnqualität und die Entwicklung unserer Stadt nehmen.
Das Sternhaus ist dabei nur ein Beispiel. Es geht um die Frage, wie wir in Nienburg leben wollen. Eine Stadt darf nicht nur zuschauen, wenn Wohnungen teuer werden und Häuser gleichzeitig verfallen. Gleiches gilt auch für Immobilienleerstand in der Innenstadt und an Gewerbegebäuden. Es muss Schluss damit sein, dass Immobilienbesitzer das Privileg genießen unsere Stadt als Mülleimer für ihre Problemimmobilien zu verwenden.
Wir wollen eine Stadt, die hinschaut, handelt und ihre Verantwortung gegenüber den Mieterinnen und Mietern ernst nimmt.
